Ich muss dich in ein ganz bestimmtes Wochenende im Herbst zurückversetzen. Es war 2018, und ich saß in einer kleinen, dampfigen Konditorei in Frankfurt am Main. Draußen prasselte der Regen gegen die Fensterscheiben, und drinnen roch es nach karamellisiertem Zucker und warmer Butter. Auf dem Tresen lag er: der Frankfurter Kranz. Er sah aus wie ein kleiner, goldener Kronenring, bestäubt mit Puderzucker, der fast wie Schnee wirkte.
Ich habe ein Stück bestellt. Ein winziges Stück, ehrlich gesagt. Ich wollte nur testen, ob der Hype wirklich stimmt. Als ich den ersten Bissen nahm, passierte etwas Seltsames. Ich bin nicht emotional. Ich weine nicht beim Essen, ich schließe die Augen vor Genuss. Aber an diesem Tag habe ich fast einen Ton von mir gegeben. Der Boden des Kuchens war knusprig-karamellisiert, die Tortenböden waren so luftig, dass sie fast wie Wolken auf der Zunge zerfielen, und die Buttercreme… oh Gott, die Buttercreme war so reichhaltig und geschmeidig, dass sie förmlich nach Hause rief.
Ich habe sofort den Namen des Kuchens aufgeschrieben. Nicht auf mein Handy, sondern auf eine serviettenartige Papierunterlage, weil ich wusste, dass ich das zu Hause nachmachen musste. Ich dachte mir: “Wie schwer kann das schon sein? Es ist nur Rührteig und Creme.” Oh, wie falsch ich lag.
Die ersten drei Versuche waren Katastrophen. Der erste fiel in der Mitte zusammen wie ein Luftballon, dem man die Luft ablässt. Der zweite war so trocken, dass er im Hals stecken blieb. Der dritte schmeckte zwar gut, hatte aber keine dieser charakteristischen, luftigen Hohlräume, die den echten Kranz ausmachen. Ich habe mich gefühlt, als hätte ich versucht, die Mondlandung zu simulieren, während ich nur einen Pfannkuchen backen wollte.
Es hat gedauert. Es hat gedauert, bis ich den Trick verstanden habe: Es geht nicht um das Rühren, es geht um das Aufschlagen. Es geht um Geduld. Es geht darum, die Buttercreme nicht zu warm zu machen, bevor sie auf den Kuchen kommt. Und es geht darum, zu akzeptieren, dass ein Frankfurter Kranz kein schneller Weeknight-Kuchen ist. Er ist ein Projekt. Er ist eine Liebeserklärung an die hessische Backtradition.
Aber jetzt, nach dutzenden Versuchen und unzähligen verkochten Kuchenteilen, habe ich ihn. Ich habe den perfekten, fluffigen, butterreichen Frankfurter Kranz. Und er ist besser als der in der Konditorei. Warum? Weil er frisch ist. Weil er mit echter, guter Butter gemacht wurde und nicht mit Margarine-Ersatz. Und weil ich ihn mit Liebe gemacht habe – und ja, das schmeckt man tatsächlich.
Wenn du also schon immer mal wieder diesen klassischen deutschen Kuchen nachmachen wolltest, aber Angst vor dem Aufwand hattest: Leg dir die Angst ab. Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie du diesen Traumkuchen backst. Kein Stress, keine komplizierten Fachbegriffe. Nur guter Kuchen.
Warum du diesen Frankfurter Kranz lieben wirst
Es ist nicht nur ein Kuchen. Es ist ein Statement. Hier ist, warum dieser Frankfurter Kranz dein neues Lieblingsprojekt wird:
Das perfekte Textur-Spiel — Ein echter Kranz lebt vom Kontrast. Du hast den knusprigen, karamellisierten Boden, der fast wie eine Tarte schmeckt. Dann die weichen, elastischen Biskuitböden, die fast wie Baiser zerbröseln, aber trotzdem Saftigkeit spenden. Und darüber die stabile, aber cremige Buttercreme. Jeder Bissen ist ein Mix aus Knusprig, Fluffig und Cremig. Das ist Textur-Pur.
Er ist ein Hingucker — Kein Scherz. Wenn du diesen Kuchen auf den Tisch stellst, kommen alle Leute vom Sofa runter. Die ringförmige Form mit den kleinen “Kranzblüten” aus Buttercreme sieht professionell aus. Du wirkst wie ein Profi-Konditor, auch wenn du nur einen Handmixer benutzt. Perfekt für Geburtstage, Kaffeeklatsch oder einfach, um dich selbst zu belohnen.
Er schmeckt nach “Zuhause” — Es gibt diesen bestimmten Geschmack, an den sich jeder Deutsche erinnert. Es ist der Geschmack von Festtagen, von Großmutters Küche, von Feiertagen. Dieser Frankfurter Kranz weckt diese Gefühle sofort. Er ist nicht zu süß, nicht zu fettig, sondern genau so ausgewogen, wie ein klassischer deutscher Kuchen sein muss.
Er ist machbar — Ja, ich weiß, er sieht kompliziert aus. Aber die Technik ist simpel. Du backst drei Böden, schlagst die Creme, streichst sie auf und dekorierst sie. Das war’s. Du brauchst keine Profi-Küchenmaschine. Ein guter Handmixer und ein paar Muffinförmchen (für die Deko) reichen völlig.
Das ist mein Answer auf “Was backe ich heute, wenn ich Eindruck schinden will, aber nicht den ganzen Tag in der Küche stehen kann?” (Okay, er braucht Zeit zum Abkühlen, aber die aktive Arbeitszeit ist überschaubar.)
Die Zutaten für deinen Erfolg
Hier ist das Beste: Die meisten Zutaten hast du wahrscheinlich schon im Schrank. Es ist keine exotische Liste. Aber bei der Butter und den Eiern darfst du keine Kompromisse eingehen. Hier ist, was du brauchst und warum es wichtig ist.
Butter (300 g für den Teig / 500 g für die Creme) — Das Herzstück. Für den Teig nimmte ich weiche Butter, aber für die Creme MUSS die Butter Raumtemperatur haben. Wenn sie zu kalt ist, wird die Creme klümpchen. Wenn sie zu warm ist, trennt sie sich. Suche nach hochwertiger Butter mit mindestens 82% Fettgehalt. Ich verwende gerne Marken wie Landbutter oder eine gute Bio-Butter vom lokalen Bauern. Der Geschmack der Butter ist hier 50% des Aromas.
Eier (5 Stück, Größe M) — Diese müssen ebenfalls Zimmertemperatur haben. Das ist kein Tipp, das ist eine Notwendigkeit. Kalte Eier verhindern, dass der Teig gut aufschlägt und voluminös wird. Ein flacher Kranz ist kein Kranz, sondern ein Pfannkuchen.
Zucker (300 g für den Teig / 200 g für die Creme) — Ich nutze feinen Zucker, wenn ich ihn habe, aber normaler Kristallzucker funktioniert auch, solange du ihn gut auflöst. Für die Karamell-Böden brauchst du zusätzlichen Zucker. Hier ist die Qualität weniger wichtig als die Menge.
Mehl (250 g Weizenmehl Type 405) — Standard-Weizenmehl reicht völlig. Kein Vollkorn, kein Dinkel. Wir wollen diese klassische, feine Krume. Wenn du Glutenfreiheit brauchst, kannst du ein 1:1 Glutenfreies Mehl verwenden, aber die Textur wird etwas dichter ausfallen.
Puderzucker (200 g + extra zum Bestäuben) — Für die Creme muss der Puderzucker frei von Klumpen sein. Siebe ihn unbedingt vorher durch. Für die Deko brauchst du extra, um den “Schnee”-Effekt zu erzeugen.
Backpulver (1 Päckchen / 16 g) — Der Auftrieb für unsere Böden. Achte darauf, dass es nicht abgelaufen ist. Altes Backpulver macht keinen Kuchen fluffig, es macht ihn flach.
Salz (1 Prise) — Wird oft vergessen, ist aber essenziell, um die Süße der Buttercreme und des Karamells auszugleichen. Ohne Salz schmeckt der Kuchen flach und langweilig.
Schokolade (optional, aber empfohlen) — Für die kleinen “Kranzblüten” oder das Garnieren verwende ich gerne Zartbitterschokolade oder Milchschokolade. Ich teste oft Lindt Excellence für die Bitternote, die die Süße der Creme bricht.
Speisestärke (1 EL) — Ein kleiner Trick für die Buttercreme. Sie macht sie stabiler und weniger anfällig für Hitze. Ohne sie könnte die Creme bei warmem Wetter schnell in sich zusammenfallen.
Die Ausrüstung: Was du wirklich brauchst
Du brauchst keine teure Profi-Küche. Hier ist, was ich tatsächlich benutze:
Handmixer oder Küchenmaschine — Ein Handmixer mit Knethaken ist für den Teig perfekt. Für die Buttercreme ist eine Küchenmaschine mit Schlagscheibe besser, da sie gleichmäßiger schlägt. Wenn du nur einen Handmixer hast: Es geht auch, aber du musst länger schlagen und aufpassen, dass die Schüssel nicht verrutscht.
3 kleine Springformen (15-17 cm) — Der klassische Kranz besteht aus drei Böden. Ich benutze kleine Springformen. Wenn du keine hast, kannst du auch zwei größere Formen nehmen und den Teig entsprechend anpassen, aber drei kleine Böde sind einfacher zu handhaben und sehen authentischer aus. Fetze die Formen gut aus oder lege Backpapier hinein.
Muffin-Förmchen (Silikon oder Metall) — Für die Deko! Du formst die Buttercreme in kleinen Häufchen in die Muffinförmchen, lässt sie fest werden und setzt sie dann auf den Kuchen. Das ist der Trick für die perfekten “Kranzblüten”. Silikon ist einfacher, aber Metall gibt eine schönere Form.
Backblech — Zum Karamellisieren der Böden. Ein normales Backblech reicht aus. Du kannst auch ein rundes Backblech verwenden, wenn du welche hast.
Spachtel (Gummi) — Unverzichtbar für das glatte Streichen der Creme. Ein Spatel aus Holz oder Metall reißt die Creme zu leicht auf.
So backst du den perfekten Kranz – Schritt für Schritt
Alles klar, lasst uns anfangen. Ich erkläre dir genau, wie ich das mache. Es klingt nach viel, aber es ist logisch aufgebaut.
Schritt 1: Die Böden backen
Heize deinen Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor. Das ist wichtig. Rühre die weiche Butter mit dem Zucker und dem Backpulver cremig auf. Das dauert etwa 3-4 Minuten. Die Masse muss hell und luftig aussehen. Rühre die Eier einzeln unter, jedes für sich gut einarbeitend. Streue das Mehl unter und rühre es nur gerade so zusammen, bis es verschwindet. Zu langes Rühren macht den Teig zäh. Teile den Teig in drei gleiche Teile (jeweils ca. 150-170g). Backe die Böden nacheinander oder gleichzeitig in den kleinen Springformen. Das dauert etwa 12-15 Minuten. Sie sollten goldbraun sein und sich leicht vom Rand lösen. Check: Stecke ein Zahnstocherchen in die Mitte. Wenn es sauber herauskommt, sind sie fertig. Nicht zu lange backen, sie sollen noch feucht sein!
Schritt 2: Die Karamell-Böden
Lass die Böden komplett abkühlen. Nimm nun ein Backblech und bestreiche es dünn mit etwas Butter. Lege die abgekühlten Böden darauf. Bestreue jeden Boden großzügig mit Zucker (ca. 2-3 EL pro Boden). Stelle das Blech unter den Grill (Heißluft oder Oberhitze auf max.). Achte genau hin! Der Zucker schmilzt und karamellisiert. Das dauert nur 1-3 Minuten. Sobald der Zucker braun ist und Blasen wirft, nimm das Blech raus. Tipp: Wenn der Zucker dunkel wird, wird er bitter. Lieber etwas heller lassen. Lass die Böden auf dem Blech erkalten, bis das Karamell hart ist.
Schritt 3: Die Buttercreme schlagen
Das ist der heilige Teil. Nimm deine weiche Butter und schlage sie mit dem Puderzucker, der Speisestärke und der Prise Salz steif. Das kann dauern, bis zu 10 Minuten mit einem Handmixer. Die Creme muss hell, weiß und luftig sein. Wenn sie klümpigt, ist sie zu kalt. Lass sie kurz bei Raumtemperatur stehen und schlag sie erneut. Wenn sie zu flüssig ist, stell sie kurz in den Kühlschrank. Check: Die Creme sollte fest stehen, wenn du den Mixerschlüssel anhebst.
Schritt 4: Das Zusammenbauen
Nimm deine erste Karamell-Schicht (mit der harten Unterseite nach oben). Streiche eine dicke Schicht Buttercreme darauf. Setze den zweiten Biskuitboden (mit der Karamellseite nach unten) darauf. Wiederhole das mit der zweiten Schicht Creme und dem dritten Boden. Jetzt hast du einen dreistöckigen Turm. Streiche den restlichen Teig glatt über die Seiten und die Oberseite. Tipp: Sei nicht sparsam. Ein Kranz braucht viel Creme. Das ist sein Name!
Schritt 5: Die Deko
Nimm deine Muffin-Förmchen. Fülle sie mit der Buttercreme (oder nimm restliche Creme). Lass die “Kuchen” in der Creme in der Kühltruhe für 30 Minuten fest werden. Nimm sie vorsichtig aus den Förmchen. Setze diese Cremekugeln/Häufchen auf die Seiten des Kuchens, wie Perlen an einer Kette. Auf die Oberseite kannst du die restlichen Cremekugeln setzen oder einfach nur Puderzucker rieseln lassen. Check: Achte darauf, dass die Cremekugeln gleichmäßig verteilt sind. Das macht den optischen Reiz aus.
Gesamtzeit: 45 Min. Vorbereitung, 15 Min. Backzeit, 1 Std. Kühlzeit für die Creme. Fertig!
Geheimtipps für den perfekten Erfolg
Hier ist alles, was ich aus meinen Fehlern gelernt habe. Diese Punkte machen den Unterschied zwischen “okay” und “Wow”.
Temperatur ist alles — Wenn deine Buttercreme beim Streichen auf dem Kuchen schmilzt und glatt wie Ölfarbe wird, ist dir das passiert. Die Creme muss kalt sein, wenn sie auf den warmen Kuchen kommt? Nein, sie muss raumwarm sein, aber der Kuchen muss komplett kalt sein. Wenn der Biskuit noch warm ist, schmilzt die Creme. Stell den Kuchen für 30 Minuten in den Kühlschrank, bevor du die Creme aufträgst.
Das Karamell nicht verbrennen lassen — Das ist der häufigste Fehler. Wenn das Karamell auf dem Boden zu dunkel wird, schmeckt es bitter und verbrennt deine Zunge. Wenn es zu hell ist, bleibt es klebrig. Du willst ein dunkles Gold, nicht Schwarz. Halte das Auge immer auf den Ofen. Wenn du Rauch riechst, ist es zu spät.
Die Creme stabil halten — Wenn du in einer warmen Küche bist (über 22 Grad), kann die Buttercreme schnell weich werden. Arbeitet du in Phasen? Hast du einen Teil der Creme im Kühlschrank, während du den Kuchen bestrichst? Das hilft enorm. Auch die Zugabe der Speisestärke stabilisiert die Emulsion.
Fehlerbehebung: Der Kuchen fällt zusammen — Wenn dein Biskuitboden in der Mitte einsinkt, hast du ihn zu lange gebacken oder den Ofen zu früh geöffnet. Öffne den Ofen während der Backzeit nicht! Die Hitzeentwertung lässt den Auftrieb kollabieren.
Pro-Tipp: Der Geschmack — Ein kleiner Schuss Rum oder Amaretto in die Buttercreme hebt das Aroma ungemein. Es schmeckt nicht nach Alkohol, sondern nach “Erwachsenen-Kuchen”. Ich mache das immer. Es ist der geheime Zutat-Trick.
Variationen & Anpassungen
Einmal den Kranz gemacht, kannst du ihn beliebig abwandeln. Ich habe alle diese Varianten ausprobiert.
Schoko-Kranz — Ersetze 50g Mehl durch Kakaopulver im Teig. Und verwende Schokoladencreme (Buttercreme mit geschmolzener Schokolade) statt Vanillecreme. Das ist ein Traum für Schokoliebhaber.
Zitronen-Kranz — Gib den Abrieb einer Bio-Zitrone und den Saft einer halben Zitrone in die Buttercreme. Frisch, hell und perfekt für den Sommer.
Glutenfrei — Verwende ein glutenfreies Mehlmix (mit Xanthan). Der Teig wird etwas brüchiger, aber der Geschmack bleibt. Achte darauf, dass dein Backpulver auch glutenfrei ist.
Vegetarisch — Das Rezept ist von Natur aus vegetarisch. Nur die Butter und Eier sind tierischen Ursprungs. Für eine vegane Version wird es schwierig, da die Buttercreme das Herzstück ist. Es gibt vegane Buttersubstitute, aber die Textur wird anders sein. Ich rate dazu, bei der klassischen Variante zu bleiben oder eine Coconut-Creme zu versuchen.
Aufbewahrung & Servierung
Servieren — Schneide den Kranz in keilförmige Stücke. Er passt perfekt zu einem starken schwarzen Kaffee oder einem Cappuccino. Als Beilage empfehle ich frische Beeren (Himbeeren oder Erdbeeren), die die Süße der Creme ausgleichen. Ein Hauch von Minze auf dem Teller sieht auch edel aus.
Kühlen — Da der Kuchen viel Buttercreme enthält, muss er im Kühlschrank aufbewahrt werden. Decke ihn ab, damit er nicht trocknet oder andere Geruchsaufnahmen bekommt. Er hält sich im Kühlschrank für 3-4 Tage.
Auftauen — Nimm den Kuchen 30 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank. Die Buttercreme wird sonst zu hart und schmeckt nicht richtig nach Butter. Lass sie leicht weich werden.
Freezen? — Ich rate davon ab. Die Buttercreme kann beim Einfrieren und Auftauen körnig werden und das Wasser aus dem Biskuit macht ihn matschig. Back ihn lieber frisch. Wenn du Reste hast: Einfrieren der einzelnen Böden ohne Creme geht gut. Die Creme einfrieren ist nicht empfehlenswert.
Häufig gestellte Fragen
Q: Kann ich den Kranz einen Tag vorher backen?
A: Ja, absolut! Er schmeckt sogar noch besser am nächsten Tag, wenn die Aromen durchziehen können. Achte darauf, ihn luftdicht abzudecken. Wenn du die Deko schon aufgetragen hast, stell ihn in den Kühlschrank. Wenn du die Deko noch nicht aufgetragen hast, kannst du die Böden und Creme getrennt lagern und am nächsten Tag zusammenbauen.
Q: Warum ist meine Buttercreme flüssig geworden?
A: Das passiert, wenn die Butter zu warm ist oder du sie zu lange geschlagen hast. Stell die Schüssel kurz in den Kühlschrank (ca. 10 Minuten) und schlag sie dann erneut. Wenn sie immer noch zu flüssig ist, füge einen Löffel Puderzucker oder etwas mehr gekühlte Butter hinzu.
Q: Brauche ich eine spezielle Form für den Kranz?
A: Nein. Der klassische Kranz besteht aus mehreren kleinen Böden. Du kannst drei kleine Springformen oder sogar Muffinförmchen verwenden, um die Böden zu backen, und sie dann auf einem Teller zu einem Ring zusammenbauen. Es gibt auch spezielle Kranzformen, aber die sind nicht nötig.
Q: Wie sorge ich dafür, dass die Creme glatt auf dem Kuchen bleibt?
A: Der Schlüssel ist Temperatur. Der Kuchen muss kalt sein, die Creme muss raumwarm sein. Wenn die Creme zu warm ist, schmilzt sie. Wenn der Kuchen warm ist, schmilzt die Creme. Arbeitest du in einer warmen Küche, arbeite in kleinen Schritten und stell die Creme zwischendurch in den Kühlschrank.
Q: Ist der Frankfurter Kranz sehr süß?
A: Er ist süß, aber nicht überzuckert. Die Karamellschicht und die Buttercreme bringen viel Süße mit. Wenn du es weniger süß magst, reduziere den Zucker in der Creme um 20-30g und füge mehr Zitronenabrieb hinzu, um es aufzuhellen.
Letzte Gedanken
Der Frankfurter Kranz ist mehr als nur ein Kuchen. Er ist ein Stück Geschichte, ein Stück Tradition und ein Beweis dafür, dass Geduld sich lohnt. Wenn du diesen Kuchen backst, nimm dir die Zeit. Atme tief ein. Rieche an der Butter. Freue dich über den Geruch von Karamell, der durch die Küche zieht.
Es wird nicht beim ersten Mal perfekt aussehen. Das ist okay. Jeder Kuchen ist ein Lernprozess. Aber ich verspreche dir: Der erste Bissen wird es dir zeigen. Dieser fluffige, butterreiche Traum wird dich überzeugen.
Also, worauf wartest du noch? Geh in die Küche. Hol die Butter raus. Lass uns backen. Und wenn du deinen Kranz fertig hast, teile ein Foto von dir! Ich bin so neugierig, wie deine Version aussieht. Schreib mir in die Kommentare, wie es dir gelungen ist. Viel Spaß beim Backen!
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Frankfurter Kranz: Das perfekte, fluffige Butterkuchen-Rezept
- Total Time: 1 Stunde 45 Minuten
- Yield: 1 Kuchen (ca. 8-10 Portionen) 1x
Description
Ein klassischer deutscher Kuchen mit drei luftigen Biskuitböden, karamellisierten Böden und einer reichen Buttercreme-Deko. Dieses Rezept führt dich Schritt für Schritt durch die Zubereitung dieses traditionellen Hinguckers.
Ingredients
- 300 g weiche Butter (für den Teig)
- 500 g Butter (für die Creme, Raumtemperatur)
- 5 Eier (Größe M, Zimmertemperatur)
- 300 g Zucker (für den Teig)
- 200 g Zucker (für die Creme)
- 250 g Weizenmehl Type 405
- 200 g Puderzucker (für die Creme) + extra zum Bestäuben
- 1 Päckchen Backpulver (16 g)
- 1 Prise Salz
- 1 EL Speisestärke
- Schokolade (optional, für die Deko)
- Zucker (für das Karamellisieren der Böden)
Instructions
- Heize den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor.
- Rühre die weiche Butter mit 300 g Zucker und dem Backpulver cremig auf (ca. 3-4 Minuten).
- Rühre die Eier einzeln unter und vermische sie gut.
- Streue das Mehl unter und rühre es nur gerade so zusammen, bis es verschwindet.
- Teile den Teig in drei gleiche Teile und backe die Böden in kleinen Springformen (15-17 cm) für ca. 12-15 Minuten goldbraun.
- Lass die Böden komplett abkühlen.
- Bestreiche ein Backblech dünn mit Butter, lege die abgekühlten Böden darauf und bestreue sie großzügig mit Zucker.
- Karamellisiere die Böden unter dem Grill für 1-3 Minuten, bis der Zucker braun ist und Blasen wirft. Lass sie erkalten, bis das Karamell hart ist.
- Schlage die 500 g Butter für die Creme mit 200 g Puderzucker, der Speisestärke und der Prise Salz steif (bis zu 10 Minuten).
- Nimm die erste Karamell-Schicht (harte Unterseite nach oben) und streiche eine dicke Schicht Buttercreme darauf.
- Setze den zweiten Biskuitboden (Karamellseite nach unten) darauf und wiederhole den Vorgang mit der dritten Schicht.
- Streiche den restlichen Teig glatt über die Seiten und die Oberseite.
- Fülle Muffin-Förmchen mit Buttercreme und lass sie in der Kühltruhe für 30 Minuten fest werden.
- Setze die festen Cremekugeln/Häufchen auf die Seiten des Kuchens und bestäube die Oberseite mit Puderzucker.
Notes
Achte darauf, dass Butter und Eier Zimmertemperatur haben. Der Kuchen muss komplett abgekühlt sein, bevor die Creme aufgetragen wird, damit diese nicht schmilzt. Das Karamell nicht verbrennen lassen. Für mehr Aroma kann ein Schuss Rum oder Amaretto in die Creme gegeben werden.
- Prep Time: 45 Minuten
- Cook Time: 15 Minuten
- Category: Dessert
- Cuisine: Deutsch
Nutrition
- Serving Size: 1 Stück
- Calories: 450
- Sugar: 38
- Sodium: 150
- Fat: 28
- Saturated Fat: 17
- Carbohydrates: 42
- Fiber: 1
- Protein: 5
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